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Ich wünsche Ihnen viel Entdeckerfreude und Erkenntnisgewinn!

Ihr
Klaus Stock

Unerwartete Lebenswenden

Predigt am 3. Sonntag im Jahreskreis - 22. Januar 2012
Lesungen: Jona 3,1-5.10 / 1 Kor 7,29-31 / Mk 1,14-20

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Ein geistlicher Impuls aus der Pfarrei St. Bonifaz Regensburg (hier)

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Vor einigen Tagen saß ich lange da und brütete über den Texten der hl. Schrift. Ich fand keinen vernünftigen Gedanken für eine Predigt. Was ist wichtig? Worauf kommt es an? Was heißt: das Evangelium Gottes verkünden? Worauf warten die Menschen heute? Viele Fragen. Nur zaghafte Antworten waren in meinem Kopf.

“Die Zeit ist erfüllt. Das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium”, hat Jesus damals gepredigt. Wenn er heute in Regensburg wäre, was würde er uns dann sagen? Es gibt Bibelkommentare und andere Übersetzungen der Texte. Statt Reich Gottes lesen wir dann “Königsherrschaft Gottes” oder “Gottes neue Welt”. In der politischen Sprache würde man heute sagen können: “Regierungszeit Gottes” – so wie wir von einer Regierungszeit Merkel, von einer Ära Busch reden. Nach einem Regierungswechsel in den USA mit dem neuen Präsidenten Obama schrieben die Zeitungen von neuen Verhältnissen. Die alte Regierung war abgewählt, eine neue hatte das Sagen. Mit dem Amtsantritt  Obamas verknüpften sie viele Hoffnungen auf eine neue Zeit. Alles sollte anders und besser werden.

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Gerufen werden

Gedanken zum 2. Sonntag im Jahreskreis (hier)

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Die zwei Jünger fragten Jesus: Meister, wo wohnt du?
Er antwortete: Kommt uns seht!
(vgl. Johannesevangelium 1,35-42)

Mit wem redest Du?

Gefangen im Netz
98 % der Jugendlichen bewegen sich heute täglich im Internet und in den sozialen Netzwerken. Das Handy (Mobiltelefon) ist zum ständigen Begleiter und oft sogar zum Gesprächspartner, Berater und Auskunftgeber geworden. So wirbt z.B. der Hersteller Appl für sein neues iPhone mit folgender Verheißung: „Wenn du etwas machen musst, bitte einfach Dein Handy, dir zu helfen. Es schreibt und sendet E-Mails und Nachrichten – und liest sie dir sogar vor. Es sucht im Internet nach Informationen, die du brauchst. Es hilft dir, dich zu erinnern. Und es weckt dich. Dein Handy kann dir fast alles sagen. Und es spricht auch mit dir“. Ein solches technisches Wunderding bietet sich also als perfekt informierter Gesprächspartner an.

Gott hat dann nichts mehr zu sagen
Das könnte einem erschrockenen Christenmenschen spontan dazu einfallen. Gott hat da kein “Sprechzimmer”, keinen Platz mehr. Und in der Tat: immer mehr Menschen in den hoch zivilisierten Regionen dieser Erde denken und leben so. Gott ist nicht mehr der Rede wert! Was aber ist mit den Anderen? 900 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. An den Folgen stirbt alle 17 Sekunden ein Mensch! Da verschieben sich die Wichtigkeiten gewaltig!

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Gott suchen und finden …

Predigt am Fest der Erscheinung des Herrn – 06. Januar 2012
Lesungen:  Jes 60,1-6 / Eph 3,2-3a.5-6 / Mt 2,1-12

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Das heutige Fest ist ein schönes und reichhaltiges Fest: gleich drei Namen kennen wir: Dreikönigsfest / Fest der Erscheinung des Herrn / und – im orthodoxen Weihnachtsfestkreis: Taufe Jesu.

Die von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger und das Segnen der Wohnungen mit Weihwasser und Weihrauch geben diesem Tag einen besonderen Akzent.

Dass die drei Magier – vermutlich Perser – auf der Suche nach einem neugeborenen König eigentlich Gottsucher waren, könnte uns an drei Haltungen oder Einstellungen erinnern, die wir nötig haben, wenn wir Gott in unserem Lebern suchen und finden wollen.

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Eine laute und eine stille Nacht

Predigt am Neujahrstag, dem Hochfest der Gottesmutter
Lesungen: Num 6,22-27 / Gal 4,4-7 7 / Lk 2,16-21

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Ein geistlicher Impuls aus der Pfarrei St. Bonifaz Regensburg (hier)

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Gestern war es wieder so weit: mit Knallern und Feuerwerk haben wir das alte Jahr verabschiedet – eine laute Nacht war das. Nach alter Deutung soll der Lärm die Angst und die bösen Geister vertreiben.  Die Nacht vor einer Woche war da ganz anders. Ich habe sie wohltuend still erlebt: kein Lärm auf den Straßen – kein Auto unterwegs. Es war die „stille Nacht“. Da war eine andere angstbindende Botschaft zu hören: „Fürchtet euch nicht!“ die Frohbotschaft von der Menschwerdung Gottes zum Nachdenken und Staunen.

Und heute betreten wir das Neue Jahr 2012 – mit gemischten Gefühlen wohl: immer taucht ja die Frage auf: was wird es  bringen? Wir werden viel Zuversicht und Mut brauchen, um die schleichenden Ängste zu überwinden.

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Abschied von facebook

Zum Jahreswechsel ist Entrümpeln angesagt.

Deshalb verlasse ich zum 01.01.2012 auch die facebook-community.

Warum ich facebook den Rücken kehre?

Ich habe facebook zwei Jahre lang getestet, ca. 70 Personen zum „Freundeskreis“ eingeladen.

Meine Eintragungen beschränkten sich – meist wöchentlich – auf  den Hinweis auf diesen Blog: Seelsorge-Beratung-Bildung und die darin veröffentlichten Texte (Aufsätze, Predigten). Diesen Blog werde ich weiterhin betreuen. Und wer nach mir „googelt“, findet ohnehin noch genug Spuren im www. Wir Internetnutzer sind schon mehr als wir ahnen Gefangene im Netz.

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Stephanus und Paulus

Predigt am 2. Weihnachtsfeiertag – Hl. Stephanus

Lesungen: Apg 6,8-10; 7,54-66 / Mt 10,17-22

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Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird vielerorts auf eine Predigt verzichtet. Wir haben uns in Regensburg in St. Bonifaz entschieden, doch ein paar Sätze zu sagen. Denn angesichts dessen, was gestern in Nigeria geschah, kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen: 40 Menschen fanden den Tod bei einem Terroranschlag, der gezielt gegen Christen gerichtet war. Auch haben wir heute in der Apostelgeschichte von der Ermordung des ersten Glaubenszeugen Stephanus gehört. Und in einem Nebensatz war von einem jüdischen Mann die Rede, der diesen Mord billigte, später aber für die Geschichte des Christentums ein wichtige Rolle gespielt hat.

Im Vers 58 heißt es über ihn: „Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus“ – Am Ende des ganzen Abschnittes lesen wir: „Und Saulus aber war mit dem Mord einverstanden“ (Vers 61).

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Gott wohnt, wo man ihn einlässt (Martin Buber)

Predigt am 4. Adventsonntag – 18. Dezember 2011

Lesungen: 2 Sam 7,1-5.8b-12.14a-16 / Röm 16,25-27 / Lk 1,26-38

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Was in unserer Kinderzeit noch undenkbar war, ist heute selbstverständlich. Im Religionsunterricht lernten wir den Katechismus der Katholischen Kirche kennen. Ausgewählte biblische Geschichten wurden uns vorgelesen. Heute erfahren die Schüler auch etwas über andere Konfessionen und Religionen. Sie wissen jetzt, dass nicht nur wir Christen Heilige Bücher haben, sondern auch die Muslime und dass im Koran auch von Abraham, von Mose und sogar von Jesus und Maria die Rede ist. Dass Jesus und die Apostel Juden waren, haben wir alle erst später gehört.

Das religiöse Leben kennt in allen Religionen bestimmte Gebetszeiten, Rituale und Gottesdienste. Die Muslime werden durch den Muezzin fünfmal am Tag zum Gebet eingeladen. Wir können  sehen, wie sie sich gemeinsam verneigen und Gott als den einen und einzigen großen Gott Allah verehren. Dreimal am Tag werden auch die Christen durch ein Glockenzeichen zum Gebet eingeladen. Es ist ein Gebet, das uns an die Menschwerdung Christi erinnert: „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.“ Das war der Anfang unseres Heiles, ein Evangelium – eine Frohbotschaft.

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Weihnachten wird in der Krippe entschieden

Predigt am 3. Adventsonntag – 11. Dezember 2011

Lesungen: Jes 61,1-2a.10-11 / 1 Thess 5,16-24 / Joh 1,6-8.19-28

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Je näher wir dem Weihnachtsfest kommen, umso eindringlicher sprechen die biblischen Texte von der Freude und vom Frieden. Der dritte Adventsonntag hat deshalb auch einen eigenen Namen bekommen: „Gaudete“ – das ist der lateinische Aufruf: „Freut euch zu jeder Zeit!“ Im Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher finden wir ihn. Dort ist vom Gott der Freude und des Friedens die Rede.

Freude ist eine belebende Kraft im grauen Alltag. Und Friede erfahren wir als Übereinstimmung mit uns selbst und mit unseren Mitmenschen. Da ist keine belastende Angst mehr da, man könnte etwas versäumen oder im Vergleich zu anderen Menschen zu kurz kommen.

Optimistische und frohmachende Botschaften finden sich auch in den Verheißungen des Propheten Jesaja und im Evangelium des Johannes. Friede und Freude sind allerdings nicht durch menschliche Anstrengungen allein herzustellen. Sie haben einen Geschenkcharakter. Es ist der Geist Gottes, des Herrn, der sich Boten erwählt, damit sie den Armen eine frohe Nachricht bringen, damit sie Verzweifelte trösten, zerbrochene Herzen heilen, die Fesseln der Gefangenen lösen und die Kerkertüren öffnen.

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Meine Zeit und Gottes Zeit

Predigt am 2. Adventsonntag – 04. Dezember 2011

Lesungen: Jes 40,1-5.9-11 / 2 Petr 3,8-14 / Mk 1,1-8

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„Tröstet, tröstet, mein Volk, spricht euer Gott“ (Jes 40,1). Immer, wenn ich diese Worte des Propheten Jesaja höre, muss ich an Menschen denken, die gerade ein schweres Los zu tragen haben. Wie klingen solche Worte in ihren Ohren? Spenden sie wirklich Trost oder verklingen sie traurig wie eine billige Vertröstung?

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