Wer ist Jesus der Christus?

Kurzpredigt in einem Altenheim –  21. Sonntag im Jahreskreis, 21. August 2011

Lesungen: Jes 22,19-23 – Röm 11,33-36 – Mt 16,13-20

Alle liturgischen Texte (hier)

Kurzpredigt hier anhören!

Wer mag mehr wissen über den Weltjugendtag? Hier klicken – und man ist bestens informiert!

[print_link]

In diesen Tagen schauen viele Menschen über das Fernsehen nach Madrid. (Sie werden nach der Messe auch die Möglichkeit dazu haben).

Papst Benedikt nimmt an einem Weltjugendtreffen teil. 1 Million Jugendliche aus der ganzen Welt werden erwartet. Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass er der „Star“ für viele junge Leute ist. Jedenfalls feiern ihn die Menschen wie einen Erlöser, obwohl er doch auch nur ein Mensch ist.

Er hat allerdings ein ganz besonderes Amt, das wir nur verstehen, wenn wir auf den schauen, der auch zu seiner Zeit von vielen Menschen umjubelt und gefeiert, am Ende seines Wirkens jedoch ans Kreuz geschlagen wurde – Jesus, der Christus.

In Cäsarea fragte Jesus seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Die Antworten fallen verschieden aus. Nur Petrus überrascht mit einer unerwarteten Antwort. Als erster bekennt er, dass dieser hier mehr ist als nur der Sohn des Zimmermanns aus Nazareth. Hier ist Gott selbst mitten unter den Menschen – hier ist der Sohn des lebendigen Gottes. Dieses Geheimnis des Glaubens darf nicht verloren gehen. Deshalb muss es ein Petrusamt geben, einen Auftrag von Gott her, der sich im Dienst des Papstes durch die Jahrhunderte hindurch in der Kirche entfaltet hat.

Papst Benedikt ist der Nachfolger des Petrus. Sein Amt ist es, dieses Bekenntnis zu Jesus Christus weiterzutragen. Und das tut er nach bestem Wissen und Gewissen.

Seine Botschaft an die Jugend der Welt ist kein Programm zur Lösung der Probleme, sondern der Hinweis darauf, dass es von Gott her noch Möglichkeiten gibt, die unser Erkennen weit übersteigen.

Bei Gott ist kein Ding unmöglich, lesen wir in der Bibel. Und diese Zuversicht könnte auch uns Mut machen und Kraft zum Durchhalten schenken.

Hoffen wir, dass viele junge Menschen die Tage in Madrid nicht nur als ein großes Gemeinschaftserlebnis in Erinnerung behalten, sondern dass sie auch in ihrem persönlichen Glauben gestärkt, im Bekenntnis zu Jesus Christus gefestigt werden und so für ihre Mitmenschen zu glaubwürdigen Zeugen der Liebe Gottes heranreifen.

Sie sollten mit uns, die wir schon lange im Glauben unterwegs sind, wie der Apostel Paulus sagen können: Wie unergründlich sind die Entscheidungen Gottes, wie unerforschlich seine Wege. Wer denn hat die Gedanken des Herrn erkannt? Wer ist sein Ratgeber gewesen. Aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit.

Print Friendly, PDF & Email