SEELSORGE & BERATUNG

DAMIT DEIN LEBEN GELINGT

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Predigten

Wir nehmen Abschied von Pfarrer Klaus Stock

Am Dienstag, 20.01.2015 ist unser langjähriger Seelsorger und Berater nach langer Krankheit verstorben. Wir sind traurig und dankbar zugleich, dass wir in ihm so einen wertvollen Menschen haben durften. Einen Nachruf mit einigen Augenblicken aus seiner Tätigkeit finden Sie hier.        Das Requiem mit anschließender Beisetzung fand am Dienstag, 27.01.2015 in seiner Heimat Friedenfels statt. Die Traueransprache von Pfr. Seidl finden Sie hier. Am Samstag 31.01.2015, 10.30 Uhr feierten wir einen Gedenkgottesdienst in Regensburg, St. Bonifaz.... mehr lesen

Januar 2015

Januar 2015 – Neujahr Hunderte von Journalisten und Bildeportern sind in diesen Tage damit beschäftigt, den besten Jahresrücklick 2014 zu erstellen. Es ist der Versuch, die Vergangenheit zu verstehen, aus der Geschichte der letzten 12 Monate zu lernen. Wie wir allerdings wissen, lernen wir nichts aus der Geschichte: es ist ein Deuten und Bestasten von allem Gewesenen, um überhaupt noch einen Sinn hinter allem Rätselhaften des Lebens zu erkennen. Ich mache deshalb einen radikalen Vorschlag: lass die Vergangenheit diesmal ruhen, mache keinen Jahresrückblick, sondern gönne Dir einen Blick in die offene Zukunft 2015. Der Einwand wird kommen: was soll das? „Die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz so schwer“, haben wir in unserer Jugendzeit gesungen. Alle noch so komplexen Hochrechnungen sind fragwürdig. Ich nenne hier nur die Wetterprognosen. Einer sagte mal: „Erstens kommt es zweitens anders als man drittens denkt!“ Aber da gibt es ein Gerücht – ein „Gottesgerücht“ – unausrottbar in das kollektive Gedächtnis der Menschheit eingesät – erstmals wahrgenommen im jüdisch-messianischen Kulturkreis und in der berühmten Rede des Apostels Paulus in Athen verkündet: „In IHM leben wir und sind wir. Wir sind  „von seiner Art“. Oder im Römerbrief (Röm 1,20) „Gott ist zwar unsichtbar. Doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können“ Auf das Hinschauen wird es also ankommen wenngleich man am Anfanf „Nichts“ sieht von allem. was kommen wird. „Die Ereignisse – das bin ich, sagt Gott“ (Charles Peguy) Ereignis ist wortethymologisch verwandt mit „Eräugnen“ -Also schau hin! Also gehen wir einmal in die offene Zukunft 2015 hinein und verschenken unsere Vergangenheit! Segen für... mehr lesen
Woher Freude und Friede nehmen?

Woher Freude und Friede nehmen?

Dies ist wahrscheinlich meine letzte Predigt im Internet. Morgen (12.12.2014)  gehe ich in die Palliativstation ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Wegen einer deutlichen Abnahme der körperlichen Kräfte ist mein Gefühl untrüglich: meine Tage in dieser Welt sind gezählt.  Ich warte auf die Begegnung mit dem Herrn und  weiß, bei ihm werden Friede und Freude sein.  3. Adventsonntag, Lesejahr B 2014 (Lesungen: Jes 61,1-2a.10-11 / 1 Thess 5,16-24 / Joh 1,6-8.19-28) Je näher wir dem Weihnachtsfest kommen, umso eindringlicher sprechen die biblischen Texte von der Freude und vom Frieden. Friede und Freude sind die Grundbedürfnisse und Erlebnisweisen, nach denen wir uns alle sehnen.. Freude als belebende Kraft mitten im grauen Alltag – als Befreiung von den Lasten des Daseins. Und Friede als Ende des dauernden und anstrengenden Kampfes um einen guten Platz unter den Menschen. Die Angst, man könnte zu kurz kommen, die anderen würden uns mit ihrem vermeintlichen Glück davonlaufen und nur wir blieben unzufrieden zurück. All das wird ein Ende haben. In den Verheißungen des Propheten Jesaja, im Brief des Apostels Paulus an die Thessaloniker und im Johannesevangelium ist unschwer zu erkennen, dass diese ersehnten Erlebnisweisen nicht durch menschliche Leistung und Anstrengung allein zu erwerben sind, sondern Geschenkcharakter haben. Von Gott her kommen Freude und Friede. Es ist der Geist des Herrn, der sich Menschen zu seinen Boten erwählt, damit sie den Armen und Hilfsbedürftigen eine frohe Nachricht bringen, damit sie Verzweifelte trösten, die Fesseln der Gefangenen lösen und die Kerkertüren öffnen. Diese starken Bilder beschreiben  den desolaten Zustand der Menschen. Mit wie vielen Fesseln sind wir nicht alle gebunden! Fesseln der Gewohnheit, der Angst, der Tradition und der... mehr lesen
Trost in einsamer Wüste

Trost in einsamer Wüste

2. Adventsonntag, Lesejahr B – 2014 Lesungen: Jes 40,1-5 / 2 Petr. 3,8-14 / Mk 1,1-8) „Tröstet, tröstet, mein Volk, spricht euer Gott“ (Jes 40,1). Immer, wenn ich diese Worte des Propheten Jesaja höre, muss ich an Menschen denken, die gerade ein schweres Los zu tragen haben und sich in der Wüste ihres Lebens einsam fühlen. Wie klingen solche Worte in ihren Ohren? Spenden sie wirklich Trost und Kraft oder verklingen sie traurig wie eine billige Vertröstung? Es ist ja kein Geheimnis, dass sich belastende Situationen nicht schlagartig ändern, wenn jemand ein gut gemeintes Wort oder ein zutreffendes Bild für mich hat. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Obwohl dieses Prophetenwort im Lauf der Geschichte immer wieder verkündigt wurde, halten sich das Leid und der Kummer in dieser Welt immer noch hartnäckig auf. Wir befinden uns in einer vergleichbaren Lage wie die Leser des 2. Petrusbriefes. Diese hatten offenbar schon damals Zweifel an der Wirkung solcher Trostworte. Denn die nah erwartete Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit war ja nicht eingetreten. Schon waren drei Generationen gestorben. Von den ersten begeisterten Christen lebte niemand mehr, vielleicht noch der greise Apostel Johannes auf der Insel Patmos und die Neubekehrten in den von Paulus gegründeten Gemeinden in Kleinasien, Nichts hatte sich zum Besseren gewendet – aus der Sicht der jüdischen Christen war alles sogar schlimmer gekommen: ihr religiöses Zentrum Jerusalem lag von den Römern verwüstet in Schutt und Asche. Immer noch sprachen die Gemeindeleiter der jungen Christengemeinden vom Kommen des Herrn, ermahnten zur Wachsamkeit, erzählten ihre Erinnerungen aus der Zeit des Wirkens Jesu und danach, lasen später auch aus den schriftlichen Zeugnissen... mehr lesen
Anfang und Ende

Anfang und Ende

1. Adventsonntag, Lesejahr B Lesungen: Jes 63,16b-17.19b;64,3-7 – 1 Kor 1,3-9-  und Mk 13,33-37 Heute beginnt die Adventszeit. Wir nennen sie auch „Stille Zeit“, obwohl wir gerade in diesen Wochen mit Anreizen von außen überflutet werden. – Mitten in einer lärmenden und aufdringlichen Konsumwelt die Strukturen von Anfang und Ende ertasten, damit wir nicht rastlos über die Schwelle stolpern? Wenn das Wort von der stillen Zeit nicht nur Ausdruck von Nostalgie sein soll, sondern eine Einladung an uns, dann müssen wir selber leiser werden und vielleicht auch etwas langsamer. Entschleunigung nennt man das heute? Denn nur in der Stille findet der Mensch zu sich. In der Stille und im Vertrauen liegt eure Kraft, sagt der Prophet Jesaja. Jesus hat auch dazu eingeladen, wachsam zu leben, den Lärm abzustellen und hineinzulauschen in die Welt. Ein Wächter ist nur dann ein guter Wächter, wenn er sich auf seine Aufgabe konzentriert und sich nicht unnötig ablenken lässt vom Lärm seiner Umgebung. Er kann in die Stille lauschen und seine Schritte bedächtig wählen. Jedes Geräusch ist für einen gewissenhaften Wächter bedeutsam. Wir halten es ja auch so: wenn wir einander Wichtiges sagen möchten, bitten wir vorher um Stille und Aufmerksamkeit! Was ist die Sache, die uns Christen angeht und zur Wachsamkeit mahnt? Es ist die alte und immer wieder neue Erinnerung an die Vergänglichkeit unseres Daseins. Unser Leben wird nicht so bleiben, wie es jetzt ist. Jeden Augenblick kommt Neues auf uns zu – jeden Augenblick kommt Gott auf uns zu. Gott – ist immer im Kommen. Mit jedem vergehenden Tag, mit jedem zu Ende gehenden Jahr kommen wir unserem Lebensende auf dieser... mehr lesen

Impulse zurückliegender Monate

  November 2014 An nebelverhangene und graue Tage denken wir, wenn der November kommt. Die herbstliche Farbenpracht in den Laubwäldern verblasst schnell. Totengedenktage und der Tod im eigenen Lebenskreis lassen sich nicht einfach verdrängen. Bunt ist das Leben allemal in wer jetzt schon das zu Ende gehende Jahr Review passieren läßt, wird wenig Gründe finden für ein Aufatmen. Viele ungeahnte Herausforderungen haben die Nachdenklichen unter uns beschäftigt – und kein globales Problem konnte befriedigend gelöst werden. Ebola, Krieg in der Ukraine (Ukraine bedeutet übrigens so viel wie: Region „am Rand“), die menschenverachtende Macht der IS im Orient, das Flüchtlingsdrama … Wohin geht die Reise? Was wird aus mir und meinen Lieben, was aus Deutschland, was aus Europa? Kaum sind wir Fussballweltmeister – schon sorgen wir uns um den EM-Titel! Gäbe es nicht Wichtigeres zu bedenken? Mir fällt auf, dass die tot geglaubte Volksfrömmigkeit wieder an Interesse gewinnt. Jedenfalls nehmen Wallfahrten aller Art zu: unterwegs sein mit einer Verheißung ist allemal besser, als wie ein Misanthrop in der Schmollecke zu sitzen. „Tu etwas! Dann geschieht etwas“, hat der Philosoph Jörg Splett vorgeschlagen. Den einfachen Beweis lieferte Wilhelm Busch mit dem Lebensmotto von Max und Moritz: „Tätigkeit vertreibt die Zeit!“ Es könnte ja doch etwas Sinnvolles herauskommen, sobald man sich aus der Seelenlähmung gelöst hat! Übigens beginnt ja der November mit einem Paukenschlag, dem Namenstag aller Heiligen. Die Heiligen sind nicht jene Männer und Frauen, die sich durch besonders qualifizierte moralische Leistungen Heiligkeit erworben haben, sondern es sind alle (zu Gott, dem Heiligen) zugehörigen Menschen. Also darf sich jeder Mensch als „Heiliger“ in diesem Sinn begreifen, denn Gott sagt: „Ich habe... mehr lesen
Krankheit und Leid als Nagelprobe des Glaubens

Krankheit und Leid als Nagelprobe des Glaubens

Eine Warnung vorweg. Wenn einer zu Dir sagt: Du musst nur inständig und ausdauernd beten, dann wird sich Dein Geschick schon  wenden, misstraue ihm, auch wenn er sich auf das Wort Jesu beruft „Bittet und ihr werdet empfangen!“ (vgl. Math 7,7) Denn gleich wahr ist das Gotteswort des Propheten Jesaja „Meine Gedanken sind nicht euere Gedanken und meine Wege sind nicht euere Wege“ (vgl. (Jes 55,8) Wen wundert es, wenn er auf Meinungen trifft: „Da hilft nur noch beten!“ Und : „Da hilft auch kein Beten mehr!“ Was soll man also mit solchen widersprüchlichen Botschaften anfangen? Gott erhört offenbar nicht alle unsere Wünsche, wohl aber vielleicht doch alle seine Verheißungen. Es gibt zwei Wege aus dieser Nagelprobe des Glaubens. Manche Menschen verabschieden sich mutig von ihrem Kinderglauben und lassen dennoch nicht ab von der Suche nach Gott. Dafür gibt es erschütternde Zeugnisse unserer jüdischen Brüder aus den KZs. Elie Wiesel berichtet davon. Er war in Auschwitz und Buchenwald. Ein KZ-Häftling war Zeuge einer Hinrichtung am Galgen und schrie verzweifelt: „Gott, wo bist Du!“ Sein Nachbar antwortete: „Dort hängt er!“  Von solcher Glaubensprüfung sind wir noch verschont. Sorge macht mir allerdings, dass die menschenverachtenden Praktiken in „grenzenlosen“  modernen KZs weltweit vorkommen – siehe die Gräueltaten der IS im Irak und in Syrien. Andere Menschen kündigen endgültig ihre Beziehung zum Glauben und leben nach dem Motto: Religion ist eben doch nur Opium des Volkes (Karl Marx). Man hat die Wahl. Der evangelische Theologe Helmut Thieleke hat eine Probe aufs Exempel vorgeschlagen und empfohlen, einmal so zu leben „wie wenn Gott wäre!“ Mehr dazu fällt mir auch nicht ein, obwohl ich zugebe,... mehr lesen

Ich bin so frei …

– Geschenkte, erworbene und eingeschränkte Freiheit – Kerstin hat ihre Freunde über Facebook eingeladen. Ihren 18. Geburtstag will sie ausgiebig feiern. Schließlich markiert dieser Tag wieder einen weiteren Schritt zu mehr Autonomie und Freiheit. Den Eltern hat sie deshalb auch vorgeschlagen, sich doch mal einen schönen Kurzurlaub zu gönnen, damit sie mit ihren Freunden allein in der Wohnung feiern könnte. Sie haben es sich nicht leicht gemacht, sind besorgt weggefahren. Hoffentlich gibt es nachher keine Beschwerden der Nachbarn: es sei zu laut gewesen, die jungen Leute hätten sich unmöglich benommen. Aufatmen – es ist alles gut gegangen. Kerstin hat ihre Eltern nicht enttäuscht. Der 18. Geburtstag ist nur eine Etappe von vielen, in denen wir ein Leben lang zu immer größerer Freiheit und Autonomie heranwachsen. Der erste Schritt wird schon beim Eintritt ins Leben getan. Die Entbindung löst die totale Abhängigkeit von der Mutter und überführt sie in eine gestaltbare Abhängigkeit. In den ersten Wochen und Monaten ist davon noch wenig zu spüren. Aber alle Mütter sind dann doch erstaunt, wie schnell ihr Kind selbstständig und eigensinnig wird. Einschulung, Schulabschluss, Wahl einer Berufsausbildung oder eines Studiums, immer mehr weitet sich der Radius der Freiheit hin zur Selbstverwirklichung – und damit auch zu mehr Verantwortung. In Freiheit sollte dann auch eine Partnerwahl geschehen. „Sind sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluß mit Ihrer Braut (bzw. ihrem Bräutigam) den Bund der Ehe zu schließen?“, fragt der Pfarrer bei einer kirchlichen Trauung. So wird der persönliche Weg jedes Menschen ein Abenteuer der Entdeckung und Übernahme von immer mehr Freiheit. Das aber ist nur der eine Strang im Leben... mehr lesen